Arbeit 4.0 braucht individuellere Rahmenbedingungen

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Die ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft (ZAAG) unterstützt die kürzlich vorgestellten Diskussionsvorschläge des HR-Kreises von acatech und Jacobs Foundation. Eine digitale Arbeitswelt erfordert flexible rechtliche Rahmenbedingungen, die Einbeziehung mündiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein deutliches Bekenntnis zu lebenslangem Lernen.

Berlin, 4.07.2017. Die ZukunftsAllianz Arbeit & Gesellschaft (ZAAG) begrüßt einen aktuellen Diskussionsanstoß des HR-Kreises von acatech und Jacobs Foundation. Die Vorschläge zur Gestaltung einer Arbeitswelt 4.0 wurden am vergangenen Donnerstag im Bundeskanzleramt in Berlin vorgestellt. Die Personalvorstände und Wissenschaftler des HR-Kreises zeigten sich dabei überzeugt, dass ein aktiv gestalteter Transformationsprozess sowohl Wettbewerbsfähigkeit als auch attraktive Arbeitsplätze stärken und voranbringen kann.

Als cross-sektorale Allianz fördert die ZAAG seit ihrer Gründung den Austausch zu gesellschaftlichen Fragen rund um Arbeit und Organisation in einer digital geprägten Welt. So widmete sich das ZAAG VisionForum 2016 beispielsweise verschiedenen Ideen und Ansätzen zur Gestaltung einer digitalen sozialen Marktwirtschaft. Am Diskussionspapier des HR-Kreises ist die ZukunftsAllianz über zwei Vorstandsmitglieder beteiligt. ZAAG-Vorstandsvorsitzender Thomas Sattelberger war in seiner Rolle als Vorstandsvorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen“ bis 10. April 2017 Moderator des HR-Kreises. Katharina Heuer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Personalführung und ebenfalls im ZAAG-Vorstand, war zudem als Gast des HR-Kreises eingebunden. Die Vorschläge des HR-Kreises zielen vor allem auf drei Punkte:

1) Agilität – Anpassungsgeschwindigkeit von Unternehmen und Flexibilität für Beschäftigte steigern

2) Lebenslanges Lernen – Produktivität und Innovationsfähigkeit von Unternehmen erhöhen und Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sichern

3) Innovationsorientierte Mitbestimmung – Transformationsfähigkeit von Unternehmen mit Beschäftigteninteressen in Einklang bringen

Thomas Sattelberger unterstreicht die Notwendigkeit einer chancenorientierten Diskussion: „Es geht nicht um blinde Technikeuphorie“, betont er. „Es geht darum, die soziale Marktwirtschaft ins digitale Zeitalter zu übersetzen. Dazu braucht es an vielen Stellen mehr Möglichkeiten, um zu experimentieren und auszuprobieren. Das meint beispielsweise flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten bei Arbeitszeiten, aber auch Weiterbildungsformen, die den einzelnen Mitarbeiter oder die einzelne Mitarbeiterin viel stärker und selbstbestimmter einbeziehen.“

Einen weiteren Aspekt stellt Katharina Heuer heraus: „Mitarbeiter fordern zunehmend ein, ihre Arbeit flexibler und eigenverantwortlicher zu gestalten. Und die Digitalisierung ermöglicht mit einer Radikalität und Geschwindigkeit diese Individualisierung. Nun brauchen wir gesetzliche, tarifliche und betriebliche Rahmenbedingungen, um die Chancen der digitalen Transformation für Unternehmen und Mitarbeiter zu nutzen. Hier sind unter anderem HR und die Sozialpartner gefordert.“

Die Studie des HR-Kreises ist unter www.acatech.de zum Download verfügbar.

Pressekontakt ZAAG über:
Deutsche Gesellschaft für Personalführung e.V.
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