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| Ort: Fraunhofer IPK, Berlin

Wissens- und Kompetenzentwicklung: Prof. Böhle erklärt Wissensarten, die nur im Arbeiten selbst erlernbar sind!

Prof. Fritz Böhle, ein führender Arbeitssoziologe, stellt aktuelle Ergebnisse des Forschungsprojektes „Lernen durch Arbeit“ vor. Er zeigt dabei Grenzen der Wissens- und Kompetenzentwicklung durch Weiterbildung auf, gerade bei anspruchsvollen Tätigkeiten: Manches Erfahrungswissen lässt sich nur in der Arbeit selbst erlernen!

Ort der Veranstaltung:
Fraunhofer IPK
Pascalstraße 8-9
10587 Berlin

Veranstalter ist die Fachgruppe „Strategisches Kompetenzmanagement“ der Gesellschaft für Wissensmanagement. Die Veranstaltung ist offen für Kooperationspartner der GfWM.

Für die Arbeitsgestaltung heißt das: Wahrscheinlich wird das in der realen Praxis erworbene Erfahrungswissen für digitalisierten Wissenstransfer, wie er sich in vielen Kontexten abzeichnet, auf absehbare Zeit ein harter Anschlag bleiben! Prof. Böhle zeigt in seinem Vortrag auf, welche Komponenten der komplexen Wissensarbeit sich auch durch noch so gute Weiterbildung nicht „auf Vorrat“ erlernen lassen, sondern erst mit der Arbeit selbst als Kompetenz entwickelt werden.

Er richtet damit den Blick auf ein Phänomen, das bisher wenig beachtet wurde: Nämlich, dass Arbeit selbst immer auch Weiterbildung und Weiterlernen erzeugt, in ihrer Gestaltung aber diesen Lerneffekten kaum Rechnung trägt. Die entscheidende Frage ist daher, wie die Arbeit selbst so gestaltet werden kann, dass sie diese Lernprozesse nicht nur implizit passieren lässt, sondern proaktiv unterstützt und damit letztlich erfolgreiches Handeln unterstützt, insbesondere in überraschenden Situationen.

Das Forschungsprojekt „Lernen durch Arbeit“, das vom BMBF gefördert wurde und u.a. mit Siemens und Audi zwei ausgewiesene Technologieunternehmen mit viel Ingenieurskompetenz an Bord hatte, ist Ende 2017 abgeschlossen worden. Die Ergebnisse liegen erst seit wenigen Wochen vor.

Die Ergebnisse dieser Forschung sind aus Sicht der Gesellschaft für Wissensmanagement von hoher Relevanz für die Frage der zukünftigen Gestaltung von Wissensarbeit. Mit dieser Veranstaltung möchte die Gesellschaft für Wissensmanagement einen Beitrag zur Digitalisierungsdebatte der Arbeit leisten, der für eine erfolgreiche Transformation den Weg in eine ausbalancierte Kombination digitaler und analoger Ansätze weist.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Die Teilnahme ist beschränkt. Eine Anmeldung bei der Gesellschaft für Wissensmanagement ist bis zum 25. Januar erforderlich.

Die Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. ist Gründungsmitglied der ZAAG. Sie vernetzt Experten und Interessierte zu allen Aspekte der Professionalisierung des Umgangs mit der Ressource „Wissen“ in Organisationen. Mit unseren Veranstaltungen (KnowledgeCamp, Regionalveranstaltungen, Fachgruppen), Studien und unseren Publikationen (gfwm-themen und newsletter) gestalten wir die Zukunft der Arbeit, insbesondere wissensintensiver Arbeit, mit.

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